Placed öffnet die passenden Apps im Haus

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Placed ist eine neue App im Bereich des Smart Home, die eine beliebige App auf dem iPad oder dem iPhone öffnet, sobald sich der Nutzer einem iBeacon nähert. Die Zuordnung funktioniert über Shortcuts.

Wenn man vom Smart Home spricht, denkt man unmittelbar an intelligente Thermostate, Sensoren, die die Luftfeuchtigkeit messen oder über das Smartphone steuerbare Lichtschalter. Nun zeigt Placed einen viel einfacheren Ansatz mithilfe von iBeacons. Natürlich bietet iOS7 jedem App-Entwickler die Möglichkeit, seine App mittels iBeacon öffnen zu lassen, aber bis alle Apps umgerüstet sind, dürfte es etwas dauern. Mit Placed muss nun niemand warten, bis der letzte App-Anbieter diese Funktion eingebaut hat.

Die App stammt vom Berliner App-Duo AwwApps, das nach dem TravelRadar nun in kurzer Zeit bereits die zweite iBeacon-App präsentiert.

Die iBeacons lassen sich im Haus verteilen und werden dann entsprechende Programme zuordnen. Kommt man in die Nähe des Fernsehers, öffnet sich die Fernbedienungs-App oder YouTube, ist man in der Nähe des Kühlschranks hat man die Einkaufsliste parat. Auf der Couch öffnet sich dann sofort Flipboard oder Facebook. Ist man an der Garderobe, öffnet sich die Navigation, die Carsharing-App oder die Bahn-App.

Das Video zeigt den Dienst ganz gut.

Die kleine App von Placed ist im AppStore für 2,99 $ zu kaufen. Der recht einfache Anwendungsfall zeigt, welche Möglichkeiten durch den kontextbasierten Ansatz der iBeacon-Technologie möglich sind. Diese ‚Seamless Check-Ins‘ sind eine der großen Vorteile von iBeacon.

Man kann es nicht oft genug betonen, dass hierin wirklich ein wesentlicher Unterschied der iBeacons besteht. Man muss gar nicht genau wissen, wo der Fernseher steht, ausreichend ist, dass man in der Nähe ist.

Techcrunch mutmasst schon, dass viele Gerätehersteller die iBeacons bald als Embedded Systems in ihre Geräte einbauen würden, um genau diese Funktion anzubieten. Placed müsste sich vom derzeitigen Proof of Concept weiterentwickeln, aber könnte dennoch interessant bleiben, da man ja verschiedene Devices und Orte auf einem Dashboard verwalten möchte und dies nicht für jedes Device einzeln tun möchte. Außerdem sind ja nicht nur Devices wie etwa smarte Fernseher geeignete – spricht kontextrelevante – Orte für iBeacons, sondern auch andere Gegenstände.

Thomas Vehmeier ist Diplom-Volkswirt, Internet-Macher und Online-Publizist. Online bereits seit 1993, berät er heute Konzerne und mittelständische Unternehmen bei ihrer Internet-Strategie und unterstützt im Interim-Management – zuletzt im ThinkTank des Telekom-CEO, zuvor vor allem für Franchise-Zentralen und Handelsunternehmen.

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