NewAer liest Smart Devices aus

Immer mehr Geräte um uns herum sind sogenannte „Smart Devices“, etwa Smartphones, Fitness-Sensoren oder intelligente Schlüsselanhänger. Diese Geräte senden permanent Daten, die jeder mit einem Funkantenne empfangen kann.

VentureBeat hat deshalb schon getitelt, NewAer würde die Zukunft des Minority Reports bauen.
http://venturebeat.com/2013/08/06/newaer-minority-report/

Sind iBeacons also ganr nicht so etwas Neues? Tatsächlich macht es Sinn, sich darüber klarzuwerden, dass nicht nur die kleinen Kästchen, die von Firmen wie Estimote, Proximity oder Sensorberg angeboten werden, als Beacons benutzt werden können, sondern eben fast jedes smarte Gerät.

NewAer liest diese überall verfügbaren Daten und stellt einen sinnvollen Kontext her, der vielleicht Nutzen stiftet, z.B. indem zu den Einzelhändlern oder den Restaurants, an denen man Interesse hat.

Die Kiosk-Lösung von NewAer erkennt, wenn man sich ihr nähert, kann den Nutzer mit seinem Namen ansprechen und ihm einen personalisierten Gutschein auf sein Handy liefern.

„Mittels Wi-Fi kann festgestellt werden, wo sich der Nutzer im Laden befindet“, sagt Gründer Dave Mathews NewAer. Wir

Mit dem Opt-In des Nutzers und der NewAer-App kann der Kiosk (der auf einem iPad läuft) die genaue Identität des Nutzers erkennen und so viele Daten erfassen, wie die Nutzer bereit sind zu teilen. Der Ansatz geht also erheblich weiter als iBeacons und ist auch aus Datenschutz-Sicht sicher kritischer zu sehen.

Aber auch ohne die Erlaubnis kann die NewAer-Technik viele aufschlussreiche Dinge herausfinden. Wenn jemand zum Beispiel einen FitBit trägt, kann daraus geschlossen werden, dass der Träger vielleicht ein Fitness-Fan ist und es kann ihm ein personalisiertes Angebot gemacht werden – etwa zwanzig Prozent Rabatt auf Laufschuhe.

Diese Daten, die da durch die Luft schwirren und alle paar Sekunden erneut gesendet werden, werden auch „Ambient data“ genannt. Diese Daten sind immer um uns – es gibt keinen Knopf, um sie auszuschalten.

Die Gründer hoffen, dass letztlich die Bequemlichkeit siegt und das ungute gefühl verdrängt, das einen besteigt, wenn man daran denkt, dass Sensoren jeden unserer Schritte verfolgen.

Ein kleiner Anwendungsfall illustriert dies: der Nutzer könnte in ein Restaurant gehen und der Maitre wird eine automatische Benachrichtigung erhalten, dass Sie ankommen. Oder während der Nutzer durch einen Laden geht, erhält er eine Mitteilung, dass etwas, was man gerade sucht, heute im Angebot ist.

Die Gründer setzen darauf, dass viele Nutzer wegen dieser Vorteile einem frewilligen Opt-In zustimmen werden.

 

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Thomas Vehmeier ist Diplom-Volkswirt, Internet-Macher und Online-Publizist. Online bereits seit 1993, berät er heute Konzerne und mittelständische Unternehmen bei ihrer Internet-Strategie und unterstützt im Interim-Management – zuletzt im ThinkTank des Telekom-CEO, zuvor vor allem für Franchise-Zentralen und Handelsunternehmen.

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