Zukunftsvision: Das Auto als rollender Beacon

Als jemand mit Wurzeln im “Ländle“ interessiert mich persönlich natürlich auch, welche Möglichkeiten sich mit Beacons für die automobile Zukunft ergeben könnten.

Dass Beacons nicht nur im Einzelhandel interessante neue User Experiences ermöglichen, hat vor kurzem schon die US-Firma Automatic Link demonstriert, die Bluetooth LE in ihren ‘Smart Driving Assistant’ eingebaut hat.

Technisch gesehen ist das Szenario genau umgekehrt wie bei den meisten aktuellen Einsatzazenarien im Einzelhandel. Während im POS der Transmitter meist fest am Eingang oder am Regal angebracht wird, ist in diesem Fall der Beacon fest am Auto angebracht. Hier ist also nicht der Receiver das sich bewegende Objekt, sondern der Beacon.

Schon deshalb ergeben such natürlich ganz andere Nutzersituationen.

Folgende Szenarien wären denkbar:

– Automatisches Abbuchen der Mautgebühr bei Durchfahrt durch eine Mautschranke,
– automatische Buchung und Bezahlung vin Parkgebühren (sowohl im Parkhaus als auch an der Parkuhr)

Natürlich ist das noch ein weites Testfeld. So müsste etwa im Falle der iBeacon-Parkuhren verhindert werden, das auch von vobeifahrenden Autos kassiert wird. Das kann aber sicherlich mit speziellen Routinen verhindert werden. Entweder indem erst nach einer bestimmten Zeit abgebucht wird oder indem der Parkende den Vorgang mit seinem Smartphone quittiert. Letzteres Szenario hätte den Charme, dasa die Parkuhren keinen Rückkanal bräuchten. Eine Nachrüstung mit Beacons würde genügen.

Ein Parkhaus zu verlassen ohne sich am Kassenautomat anstellen zu müssen und die Bezahlung der Kreditkarte zu überlassen, wäre sicherlich smart.

Nach demselben Schema könnte die Bedienung an Tankstellen, Werkstätten oder Autowaschanlagen funktionieren.

Das Auto als Transmitter ist ein weitaus zuverlässigerer Weg, denn somit besteht keine Abhängigkeit vom Akkustand des Handies.

Mittelfristig ist zu erwarten, dass die Beacons fest in den Autos installiert sind und jeder Hersteller eine API anbietet.

Thomas Vehmeier ist Diplom-Volkswirt, Internet-Macher und Online-Publizist. Online bereits seit 1993, berät er heute Konzerne und mittelständische Unternehmen bei ihrer Internet-Strategie und unterstützt im Interim-Management – zuletzt im ThinkTank des Telekom-CEO, zuvor vor allem für Franchise-Zentralen und Handelsunternehmen.

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