Wie hoch ist eigentlich die Akzeptanz von Push-Nachrichten?

De meisten iBeacon Use Cases sehen vor, dass der Nutzer bei Kontakt eine Push-Nachricht auf seinen Bildschirm erhält. Aber wie hoch ist denn eigentlich die Akzeptanz der Nutzer für die sogenannten Push-Notifications?

Dazu gab es im Januar auf VentureBeat eine vielbeachtete Umfrage unter 1000 Handynutzern, die manche Einblicke ermöglicht. Schon mal ganz interessant: es wünschen sich mehr Nutzer Beratung und Produktinfos durch eine App (65 Prozent), als durch einen Verkäufer (38 Prozent). Vielleicht liegt das daran, dass die Schwelle eine App aufzumachen eben niedriger ist, als jemanden anzusprechen. Schon mal ganz interessant, wie ich finde.

67 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten sechs Monaten bereits Push-Nachrichten auf dem Smartphone erhalten zu haben. Davon bestätigten 81 Prozent, dass sie diese Nachrichten meistens auch angeklickt hätten. 79 Prozent der Befragten haben daraufhin einen Kauf gemacht.

Danach sieht es mit der Akzeptanz doch ganz gut aus könnte man meinen. Doch sollte man nicht vergessen, dass die Technologie noch neu ist und viele eben auch klicken, weil sie noch neugierig sind. Auch in der Anfangszeit der Banner waren die Klickraten phantastisch, rutschten danach aber immer weiter in den Keller.

Die Umfrage offenbarte allerdings ebenfalls, dass die Nachricht aus Sicht des Nutzers ausreichend relevant sein muss. Diejenigen, die eine Push Notification ignoriert hatten, wurden noch einmal genauer befragt.

  • 41 Prozent sagten, die Nachricht sei nicht relevant bzgl. der Interessen oder des Orts gewesen,
  • 37 Prozent gaben an, die Angebote waren nicht attraktiv genug,
  • 16 Prozent empfanden die Nachricht als störend,
  • 6 Prozent hatten kein Opt-in gegeben, um Push Notifications zu erhalten.

Die Umfrage zeigt aber auch auf, wen die Nutzer als besonders vertrauenswürdigen Partner sehen.

Die meisten (nämlich 65 Prozent) würden ihre privaten Daten am ehesten Ihrem bevorzugten Händler anvertrauen. Schlechte Nachrichten für Anbieter wie Yoints & Co, denn nur 45 Prozent würden einer  Shopping/Deal-App trauen. Nur 42 Prozent würden ihre Daten bei Google sicher sehen und nur 37 Prozent bei Facebook.

Thomas Vehmeier ist Diplom-Volkswirt, Internet-Macher und Online-Publizist. Online bereits seit 1993, berät er heute Konzerne und mittelständische Unternehmen bei ihrer Internet-Strategie und unterstützt im Interim-Management – zuletzt im ThinkTank des Telekom-CEO, zuvor vor allem für Franchise-Zentralen und Handelsunternehmen.

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